Im Eifer des Gefechts - im Interview, einer Talkshow oder zwischendurch vor Ort bei einer Veranstaltung - immer wieder kann es mal passieren, daß Daten und Fakten kräftig durcheinander gewirbelt werden, wer hat denn schon immer alles sortiert und griffbereit im Kopf.
Aber was ist, wenn die vielen tapferen Wahlhelfer, die an die Sache und den Wahlsieg "ihrer" Partei glauben, von der Zentrale schon gleich mit äußert fraglichem (Zahlen-) Material auf die Straße geschickt werden, um mit dessen Hilfe jeder einzelnen Stimme habhaft zu werden, die sie kriegen können?
Was also, wenn die Überzeugungsarbeit auf brüchigem Fundament fußt? Dann bleibt nur eines zu hoffen: daß es bloß keiner merkt. Und meist geht das Kalkül auch auf. Denn welcher Wahlhelfer kann oder will schon überprüfen, was ihm die Parteizentrale mit auf den Weg gibt? Und welcher Wahl-Bürger ist dann auch so versiert, die mit idealistischem Enthusiasmus vorgetragenen Argumente der unentgeltlich wie unermüdlich überzeugenden Streiter als null und nichtig zu durchschauen?
So oder so ähnlich muß auch die "Kampa" der SPD gedacht haben, als sie der "Roten Wahlmannschaft" einen Kartensatz mit geballten Argumenten im Internet zur Verfügung stellte, mit denen die sich unter's Wahlvolk mischen soll. Nach dem Motto "Rot ist besser - Daten und Fakten" sind die SPD-Wahlhelfer nun mit einem Wust von Zahlen unterwegs. FactCheck Deutschland hat der Wahlkampfhilfe einige Stichproben entnommen und stellt das Ergebnis hier vor.
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SPD-Bilanz: Wachstum, Mittelstand, Wettbewerbsfähigkeit